Neugier und die Befriedigung der Neugier ist eine der fundamentalsten Eigenschaften des Menschen. Jede wissenschaftliche Erkenntnis beruht letztlich auf der Neugier. Eine herausragende Rolle spielt hierbei der Gesichtssinn des Menschen, das Sehen. Es ist sicher kein Zufall: optische Instrumente wie Fernrohr, Mikroskop – auch Brille – gehören zu den ersten wissenschaftlichen Instrumenten.

 

Die Aufgabe eines Endoskops ist es, Licht in einen Hohlraum hinein- und ein Bild heraus zu bringen. Dabei ist der Durchmesser des Instruments von größter Bedeutung, denn das Endoskop soll ja durch möglichst kleine Öffnungen in den Hohlraum eingeführt werden können.

 

Den Beginn endoskopischer Untersuchungsmethoden kann man auf den Anfang des

19. Jahrhunderts datieren.

 

Die ersten „Endoskope“ waren Rohre, durch die das Licht einer Kerze, Petroleumlampe oder dgl. in das Körperinnere gespiegelt wurde. Ein optisches System zur Bildübertragung besaßen diese Instrumente natürlich noch nicht, sodass das vom eingespiegelten Licht erhellte Blickfeld nur winzig klein und „diffus“ war.

 

Der Durchbruch gelang Ende des 19. Jahrhunderts: Das erste Endoskop mit einem optischen Bildübertragungssystem und elektrischer Beleuchtung wurde von Maximilian Nitze am lebenden Patienten im Jahr 1879 vorgestellt. Von da an nahm die Entwicklung und Verbreitung endoskopischer Untersuchungs-, Diagnose- und Therapiemethoden stetig zu.

 

Das Problem ausreichend starker Lichtquellen zur Beleuchtung der zu untersuchenden Hohlräume hat jedoch die Endoskopie bis in unsere Tage beschäftigt. Es war ein weiter Weg bis zu den heute verfügbaren Endoskopen mit lichtstarken optischen Systemen und Hochleistungs-Lichtquellen, mit denen auch die Dokumentation endoskopischer Befunde problemlos möglich ist.

 

Helmut Gröger

 

 

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© Internationale Nitze-Leiter-Forschungsgesellschaft für Endoskopie